„DISCOVERING NEW LIVES“

Entwicklung von Theaterprojekten in Europäischen Gefängnissen

In „DISCOVERING NEW LIVES“ werden etablierte Theatererfahrungen in europäischen Gefängnissen zusammengeführt, um eine gemeinsame Methodik zu schaffen um in einem möglichen nächsten Schritt grenzüberschreitende Projekte umsetzen zu können.

Am Projekt beteiligt sind die Gruppen, Teatro Nucleo (Ferrara/ Italien) Horacio Czertok; Teatro del Norte (Asturien/Spanien), Etelvino Vázquez, Üres Tér (Pécs/ Ungarn) Géza Pinter; Zone 3 (Berlin/ Deutschland) Sabine Winterfeldt & Connie Walther. Das Projekt wurde 2019/20 trotz Corona umgesetzt.

Das Projekt spiegelt die Ziele des Erasmus+ Programms in Bezug auf die Förderung von Gerechtigkeit und Inklusion wider. Das Recht der Insassen auf Kultur wird anerkannt, auch wenn es sich um eine schwierige Aktion handelt. Mit dem Theater, bei dem die Insassen nicht nach „schulischen“ Parametern beurteilt werden, werden wichtige Ergebnisse in Bezug auf den Erwerb grundlegender und übergreifender Kompetenzen erzielt. Theater entwickelt Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl; es bietet neue Szenarien des Denkens und der Gefühle für Menschen, die in großer sensorischer Deprivation leben. Es impliziert die „Darstellung“ spezifischer Probleme (Ausgrenzung, Vielfalt, Rassismus, Diskriminierung, etc.) und ermöglicht den Insassen den Zugang zum Ausdruck. Es erfordert von den Insassen einen wichtigen interaktiven Prozess des Lernens und der Gruppenarbeit, der zu einer Wiederherstellung der subjektiven Qualitäten, einer Wiederherstellung oder Produktion von Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen führt, die eventuelle formale Bildungsbemühungen, Resozialisierung und Wiedereingliederung unterstützen können.

Die angeschlossenen Theatergruppen sind auch lebendige Schulen einer Art von Theater, die in keiner Akademie gelehrt wird. Alle Partner sind mit der gleichen Art von Situation konfrontiert, aber jeder musste seine eigene theatralische Methodik und Praxis und eine adäquate Handlungsstrategie entwickeln: ein wichtiges und gemeinsames Datum ist z.B. die Anwesenheit einer großen Anzahl von Ausländern in den Gefängnissen, die 40% überschreiten kann, mit ähnlichen sozio-anthropologischen und kulturellen Problemen, und wo sich das Theater als ein ausgezeichnetes Instrument zur Förderung des Dialogs und der Integration erwiesen hat. Darüber hinaus wird ein Toolkit über Methoden und Techniken für das Gefängnistheater erstellt. In der Tat, obwohl das Theater in Gefängnissen ziemlich weit verbreitet ist, gibt es wenig spezifische Literatur, besonders über Methodologien. Wir werden mit diesem Projekt einen nützlichen Text zur Verfügung stellen. Die Texte sind in den verschiedenen Sprachen der teilnehmenden Gruppen sowie in Englisch zum Download bereit gestellt.

Hier geht es zum Download der Publikation:

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